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Published on November 17th, 2011 | by corto

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Graue Wölfe heulen nicht?

Informationsveranstaltung zu türkischen Faschist*innen

Donnerstag, 24. November 2011 – 19 Uhr – TU Braunschweig Raum SN 19.4 (Altgebäude)

Inspiriert von Nazi-Deutschland zog die faschistische Welle Mitte des letzten Jahrhunderts bis an den Bosporus. „Graue Wölfe“ ist dabei die Bezeichnung für Mitglieder der rechten türkischen Partei der nationalistischen Bewegung – Milliyetçi Hareket Partisi (kurz MHP). Ziel und Motivation der Grauen Wölfe ist ein großtürkisches Reich, das vom Balkan über Zentralasien bis ins chinesische autonome Gebiet Xinjiang reichen und alle „Turkvölker“ dieser Erde vereinen soll.

Immer wieder treten sie in der Öffentlichkeit als nationalistisch, antisemitisch und rassistisch auf und sind für eine Vielzahl von Morden an Kurd*innen und MHP-Gegner*innen verantwortlich. Doch auch in Deutschland und anderen Ländern erfreuen sich die Grauen Wölfe eines großen Zulaufs an Jugendlichen, bedingt vor allem durch alltäglichen Rassismus. Die MHP ist dabei mittlerweile stark in kleinen Vereinen und auch Parteistrukturen integriert. Im Juni 2009 trat Ali H. Yildiz als Vorstandsmitglied des Deutsch Türkischen Forums (eine Unterorganisation der CDU) zurück, weil sich dieses nicht klar genug von den „Grauen Wölfen“ distanziere. In den letzten Wochen demonstrierten in zahlreichen Städten jeweils hunderte türkische Nationalist*innen – u.a. in Berlin, Bremen, Stuttgart, Düsseldorf, Bielefeld oder auch Peine. Obwohl sich darunter auch ein großer Anteil an Faschist*innen der Grauen Wölfe befand, fanden die Demonstrationen größtenteils positiven Anklang in der medialen Berichterstattung.

Um über diese Gruppierung ein wenig mehr zu erfahren, laden wir am 24.11.2011 um 19.00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein. Als Referenten begrüßen wir an diesem Abend Orhan Sat. Er recherchiert, schreibt und referiert zu deutschem und türkischem Nationalismus.

Veranstalter*innen: Ultras Braunschweig & AStA TU Braunschweig

Ausladungsklausel: Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Taten in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


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