Vermischtes

Published on Januar 6th, 2015 | by corto

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17. Januar 2015 – Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

Jedes Jahr im Januar nutzen Nazis die Bombardierung Magdeburgs im Jahr 1945, um dort aufzumarschieren. Seitdem der jährliche Großaufmarsch in Dresden, dank erfolgreicher Blockaden, nicht mehr stattfindet, wird der in Magdeburg in jedem Jahr größer. Doch auch die Gegenproteste nehmen seit Jahren zu: Tausende Menschen machen sich auf den Weg nach Magdeburg um den „Trauermarsch“ zu stören – zu blockieren – zu verhindern! Auch 2015 werden wir auf das Konzept der Blockaden setzen. Da im Vorfeld wahrscheinlich wieder nicht bekannt sein wird, wo die Nazis laufen, werden wir möglichst viele zentrale Plätze durch Kundgebungen und Blockaden besetzen und dadurch verhindern, dass dort die Nazis aufmarschieren können. Aktuelle Informationen zur Situation in Magdeburg bekommt ihr hier!

Um handlungsfähig und sicher nach Magdeburg zu kommen, fahren wir 2015 mit dem Bus! Fahrkarten bekommt ihr für 8 Euro. Bitte kauft diese zeitnah, da wir uns bei großer Nachfrage um eine weitere Anreisemöglichkeit kümmern werden! Kaufen könnt ihr die Karten im Guten Morgen Buchladen (Bültenweg 87, Mo – Fr: 9.00 – 18.30 Uhr und Sa: 10.00 – 14.00 Uhr) und im Antifaschistischen Café (Cyriaksring 55, Fr: ab 20.00 Uhr)

Mobilisierungsveranstaltung mit Referent*innen von Magdeburg Nazifrei:
Donnerstag – 8. Januar 2015 – 19.00 Uhr – Jugendzentrum Neustadtmühle
(An der Neustadtmühle 3)

Letzte Infos zur gemeinsamen Busfahrt und den geplanten
Gegenprotesten in Magdeburg:

Freitag – 16. Januar 2015 – 20.00 Uhr – Antifaschistisches Café
(Cyriaksring 55)

Eine Aktion von: Antifaschistisches Plenum – Ultras Braunschweig – Leftside Papenteich
Unterstützt von: AStA TU Braunschweig

Thematisch beziehen sich die Nazis nur auf „deutsche Opfer“, ignorieren die Kriegsverantwortung des faschistischen Deutschlands sowie dessen millionenfachen Opfer und blenden geschichtliche Tatsachen aus. So war auch Magdeburg für das NS-Regime ein wichtiger Umschlags- und Verkehrsknotenpunkt, Standort der Rüstungsproduktion und ein Industriestandort, an dem mehrere tausend Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Arbeits- und KZ-Außenlagern ausgebeutet und viele von ihnen ermordet wurden.
2015 jährt sich die Bombardierung Magdeburgs zum siebzigsten Mal. Vermutlich wird dies dazu führen, dass noch mehr Nazis nach Magdeburg fahren. Schon in den letzten Jahren ist die Teilnehmerzahl gestiegen, im letzten Jahr waren es über 1.000 Nazis. Der Aufmarsch in Magdeburg nimmt für die Nazis an Bedeutung zu und ist mittlerweile der größte jährlich stattfindende in der BRD! Auch Nazis aus Braunschweig sind in den vergangenen Jahren nach Magdeburg gefahren und werden 2015 vermutlich wieder beim „Trauermarsch“ mitlaufen.

In Magdeburg wurden den Nazis in den Vorjahren vom Innenministerium, der Stadtverwaltung und der Polizei die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf des Aufmarsches geboten. Die Route wurde im Vorfeld und auch am Tag selbst nicht bekannt gegeben. In den letzten beiden Jahren konnte der Anmelder des Naziaufmarsches spontan frei aus mindestens sieben möglichen Routen wählen. Die Nazis wurden von der Polizei vom einen Ende der Stadt ans andere Ende gebracht, um Proteste in Hör- und Sichtweite sowie Blockaden unmöglich zu machen.

Durch diese Desinformationspolitik wurde es bisher enorm erschwert, die Nazis direkt zu blockieren. 2014 konnte der Aufmarsch zwar nicht verhindert werden, aber es kam zu zahlreichen Blockaden, unter anderem gelang es auch, den Bahnverkehr lahmzulegen. Diese Blockaden störten die Nazis bei ihrer Anreise und durch diese kam es zu einer erheblichen Verzögerung und somit Verkürzung der Dauer des Aufmarsches.

Kein Naziaufmarsch in Magdeburg!


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